WZP Bochum: zwei Welten, ein Netzwerk

Das Westfälischen Zentrum Bochum – Psychiatrie und Psychotherapie wurde im Jahre 1984 im Gebäude der ehemaligen Westfälischen Landesfrauenklinik eröffnet. Das Zentrum gehört im Rahmen des Bochumer Modells zum Klinikum der Ruhr-Universität Bochum. Für die Bau- und Liegenschaftsverwaltung ist der Landschaftsverband Westfalen Lippe verantwortlich.
Das Zentrum ist eine weit verzweigte Liegenschaft mit einer Vielzahl von Zweckgebäuden. Im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme wurden alle Liegenschaften in einem Energiemanagementsystem integriert. Die Anforderungen von Nutzer und Liegenschaftsverwaltung an das neue System waren klar:
- Liegenschaftsweites Energiemanagement
- Offener Kommunikationsstandard
- Integration aller technischen Gewerke
- Kosten- und Zukunftssicherheit
In einer ersten Ausbaustufe sollten 4 Gebäude über ein Glasfasernetz miteinander verbunden werden. In jedem Gebäude wurden die Heizungs-, Lüftungs- und elektrotechnischen Anlagen in das Energiemanagement einbezogen. Ein Glasfaser-Etherbet-Netzwerk mit TCP/IP bildet bildet das Backbone für die Gebäudeautomation, für die hauseigene EDV und die Telefonie. In den Heizzentralen arbeiten Pumpen, Ventile und Messwertgeber auf LON-Basis. Auch die elektrischen Verbraucher der hauseigenen Küche werden über LON gesteuert.
Besonderheit des Systems ist die Zusammenführung von Automations- und IT-Netzwerk. Die LON-Subnetze werden über LONWORKS/IP Router direkt mit dem Ethernet-Glasfasernetzwerk verbunden. Diese Router ermöglichen wichtige Funktionen:
Zwei oder mehrere LON Geräte können über ein Intranet oder das Internet direkt miteinander kommunizieren
Die LONWORKS/IP Kommunikation ermöglicht ein virtuelles Netzwerkinterface, über das ein Leitrechner mit allen LON Geräten kommunizieren kann
Der Internet Router fungiert auch als Internet Server, sodass mit einem Browser die Anlage bedient werden kann.




