LonWorks regiert im Stadthaus Münster

Das „Stadthaus 2“ in Münster ist ein 12-geschossiges Verwaltungsgebäude. Zwischen 1962 und 1964 erbaut, diente es zunächst als Sitze der Kreisverwaltung des Kreises Münster. Nach der Auflösung des Landkreises Münster im Rahmen der kommunalen Neugliederung 1975 wurde das Haus durch die Stadt Münster übernommen. Seitdem beherbergt es Teile der Stadtverwaltung Münster.

Das Stadthaus mit dem fünfgeschossigen Nebengebäude verfügt über eine Nettogeschossfläche von ca. 6.500 Quadratmetern und bietet in über 300 Büro- und Konferenzräumen 246 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Platz.

Im Rahmen einer umfassenden Sanierung in den Jahren 2000 und 2001 wurde auch ein Automationsnetzwerk auf LON-Basis installiert. Ziel der Maßnahme war ein Mehr an Flexibilität und Komfort bei einem geringeren Energieverbrauch. Die Raumautomation umfasst in den Büroräumen Heizung, Beleuchtung, Sonnenschutz und Belüftung sowie in den Besprechungsräumen zusätzlich Klimatisierung und Lichtszenensteuerung. In das Automationsnetzwerk integriert sind weiterhin die Heizungsanlagen, die Lüftungsanlagen, die Sanitärtechnik, die Elektroanlagen, die Energiedatenerfassung sowie sämtliche Einzelmeldungen von Aufzügen, Schmutzwasserpumpen, Fermeldetechnik und Netzwerktechnik.

Management und Überwachung des Gebäudes erfolgen von der Servicezentrale des Hochbauamtes im technischen Rathaus aus. Das Stadthaus 2 ist eines von 15 Gebäuden der Stadt Münster, die mit einem LON-Netzwerk ausgerüstet sind. Die 15 Gebäude sind Teil eines Energiemanagementkonzeptes der Stadt Münster. Die Aufschaltung aller dieser Liegenschaften erfolgt auf einem Server im technischen Rathaus. Dieser Server ist in das Intranet des technischen Rathauses eingebunden. Bei einer eingehenden Alarmierung kann das Personal mittels Internetbrowser über den Webserver direkt auf die entsprechende Liegenschaft zugreifen und die Fehlfunktion beheben.

Besonders wichtig für die Realisierung eines solch komplexen Projektes sind die gewerkeübergreifende Planung und die Koordination der beteiligten Gewerke bei Planung und Ausführung. HGI hat hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was mit möglichst kompletter Systemintegration und LON machbar ist.